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Presseberichte

Ein erhebendes Klangbild: Flörsheimer Kantorei, Orchester Musica Barocca und Solisten spielen Mozarts Requiem auf höchstem Niveau

Gallus-Konzert am 19. November 2017 

Die Musiker standen vor zwei Mammutaufgaben, die es zu bewältigen galt: Die Balance zwischen Vergänglichkeit im Thema und Frische in der Veranstaltungsreihe zu halten und den anspruchsvollen Kompositionen gerecht zu werden. Letzteres gelang … auf der ganzen Linie. Bereits bei den ersten Silben wurde klar, dass hier erneut meisterhafte Solisten in Flörsheim zu Gast waren. …Gleiches gilt für die Flörsheimer Kantorei, die wieder einmal beweisen konnte, dass hier ein ganz besonderer Chor am Untermain zu finden ist. Leiter Andreas Großmann setzte wieder auf die bewährte Aufstellung … So entstand der gewohnt ausgewogene und harmonische Klang der Kantorei. … Die Umsetzung des Mozart-Requiems, die unter Großmanns Leitung zu hören war, ließ keine Wünsche offen. Hier wurde ein bedrückendes Thema erhebend umgesetzt, die Schwere des Requiems selbst verschmolz mit der für Mozart typischen Leichtfüßigkeit als auch mit dem gesamten beeindruckenden Klangbild, das Chor, Orchester und Solisten hier gemeinsam erschufen. …. Angesichts der Qualität, die hier geboten wurde (Neben dem Requiem erklang noch die Grabmusik KV 42 und das stimmungsvolle „Ave verum Corpus“) ….. Davon zeugten auch die stehenden Ovationen, die minutenlang anhielten. 

(Main-Spitze, 21. 11. 2017)

Das neue Konzept bewährt sich und bringt neues Publikum zur Klassik

Main-Spitze 17.05.17 - von Nadja Salameh

FLÖRSHEIM - Die Flörsheimer Gallus-Konzerte gingen am Sonntag ganz neue Wege. Man lud auf den Platz vor der Galluskirche zum Open Air und einem Musikfest ein, das in halbstündigem Wechsel kleine Konzerthäppchen in der Kirche oder auf dem Gallus-Platz bot. Eine tolle Idee, zumal die Konzerte kostenlos waren und zur besten Zeit am Nachmittag begannen. Von den Verantwortlichen klug überlegt, sollten doch auch Familien angesprochen und Besucher angelockt werden, die sonst eher keine Konzertgänger sind.

Gewitterwolken trüben nicht die Stimmung

Charmant moderierte Alexandra Groth zwischen den Auftritten. Der Gallusplatz – ein Paradies: Große und herrlich blühende Bäume, aufgestellte Bänke, eine schöne kleine Freilichtbühne und ein Weinstand rundeten diese Idee ab. Einzig Petrus sorgte für Verdruss, standen doch große schwarze Gewitterwolken am Himmel, die sich pünktlich um 14.30 Uhr entluden. Das war Pech, tat aber den Konzerten, die dann in der Kirche stattfinden mussten, keinen Abbruch und dem erfreulichen Besucherinteresse auch nicht. Den Anfang bildeten Michael Schneider & Friends, die mit dem Programm rund um Caccinis Arie „Amarilli mia bella“ ein Blockflötenensemble präsentierten. So hörten die Besucher neben den gängigen Sopran- und Alt-Flöten auch herrlich warme Bass-Flöten. Konzertbesucher gingen in die Kirche hinein, hörten zu oder verweilten auf dem Platz, als das Wetter besser wurde. Das sorgte zwar für etwas Unruhe, wurde aber vonseiten der Musiker nicht allzu übel genommen.

Ein weiterer Höhepunkt war das Naturhorn-Ensemble des Kammerorchesters La Stagione Frankfurt, das einen geheimnisvollen Koffer besaß. Ulrich Hübner gab einen komödiantischen, dabei fachlich brillanten Vortrag über das Horn zum besten. So zauberte er mit Mundstück und einem Trichter an einem viereinhalb Meter langen Gartenschlauch allerfeinste Horntöne hervor und konnte mit seinen Kollegen Andrew Hale und Jörg Schultes beispielsweise mit „Kein schöner Land“ in einer Version für Alphorn-Trio überzeugen.

Die Flörsheimer Kantorei bestach durch ein anspruchsvolles A-cappella-Konzert mit zeitgenössischen Werken. Der Jubilar des Jahres 2017, Georg Philipp Telemann, wurde in der Motette „Das, das ist meine Freude“ gewürdigt. Die Kantorei zeigte einen warmen homogenen Klang, schöne dynamische Abstufungen und eine große Textverständlichkeit.

Auf dem Musikfest durfte die Königin der Instrumente, die Orgel, natürlich nicht fehlen. Daniel Beckmann, Domorganist zu Mainz, intonierte auf höchstem Niveau Bruhns, Telemann und Bach.

Endlich konnte man dann die kleine Bühne vor der Kirche mit dem Vocalensemble La Stagione Vocale nutzen – jetzt sogar im Sonnenschein. Die vier Sänger verblüfften das mucksmäuschenstille Publikum mit ansprechendem Volumen, toller Aussprache und musikalischer Gestaltungskraft auf hohem Niveau.

Höhepunkt des Musikfestes war das Barockkonzert aller Mitwirkenden. Das La Stagione Kammerorchester brillierte mit Telemanns „Sinfonia spirituosa“ und die ausgewählten Sätze von Händels „Wassermusik“ ließen auch populärere Klänge ertönen. Telemanns Concerto A-Dur und die entzückende Trauungskantate „Drei schöne Dinge sind“ nach der Pause waren ein würdiges Ende für ein gelungenes und liebevoll organisiertes Musikfest.

Musik im Zeichen der Hoffnung

GALLUSKONZERT Flörsheimer Chor und Frankfurter Barockorchester laden zum weihnachtlichen Klanggenuss ein.

12.12.16 Mainspitze von Oliver Haug

FLÖRSHEIM - Die dritte Kerze des großen Adventskranzes leuchtete bereits am Samstag, als in der Flörsheimer Galluskirche das erste Weihnachtskonzert stattfand, der zweite Termin der Galluskonzertreihe. Im November hatte schon der Limburger Domchor das Versprechen einer besonderen Saison gegeben, das, so viel sei vorab gesagt, von der Flörsheimer Kantorei unter der Leitung von Andreas Großmann mit Leichtigkeit eingelöst wurde.

Während das Novemberkonzert noch von schweren Themen wie dem Tod und der bloßen Vergänglichkeit geprägt war, stand das Weihnachtskonzert nun unter dem Zeichen hoffnungsvoller und froher Erwartung.

Hierzu lud nicht nur der Flörsheimer Chor, sondern auch das Barockorchester aus Frankfurt ein. Und trotz der teilweise recht anspruchsvollen Auswahl der Stücke gestaltete sich der Abend ausgesprochen kurzweilig und es kam in sehr kurzer Zeit eine festliche Stimmung auf, die sich vor und auf der Bühne spüren ließ. Das wurde besonders durch die Abfolge ermöglicht, welche die drei Schwerpunkte des Konzerts über den Abend verteilte, aufgelockert durch einige Stücke für Chor a cappella.

So kam gleich zu Anfang Gottfried August Homilius Kantate zum 3. Advent („Frohlocke, Zion, dein Erlöser“), etwa zur Mitte Wolfgang Amadeus Mozarts „Exsulate, jubilate“ und zum sicherlich krönenden Abschluss Johann Sebastian Bachs „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ aus dem Weihnachtsoratorium BWV 248.

Und schon nach den ersten Momenten des Eröffnungsstückes konnte die Kantorei ihre Stärken beweisen: Hier wurde glasklar artikuliert, jeder Konsonant und jeder Vokal war zu hören, im An-, In- und Auslaut. Zudem klang der Chor sehr harmonisch und ausgewogen. Besonders zu betonen ist, dass die Tenöre zu jeder Zeit eindeutig herauszuhören waren. Dies war vermutlich vor allem dem Arrangement von Großmann geschuldet, der die Männer frontal singen ließ, während die Frauenstimmen an der Seite standen. Die typische Überzahl der Frauen mündete so nicht in einem Ungleichgewicht, sondern in einem wohltuenden Klang, der es dem Zuhörer ermöglichte, alle Stimmen differenziert herauszuhören, ohne dass die Einheit des Chors darunter gelitten hätte.

Der erste Höhepunkt des Abends war aber wohl Sopranistin Johanna Rosskopp, die sich bei dem leichtherzigen Mozart-Stück akustisch gut gegen das Frankfurter Orchester durchsetzen konnte und mit der schwierigen Arie nicht nur ihren Stimmumfang, sondern auch ihre technische Finesse unter Beweis stellte. Die Flörsheimer Zuhörer konnten dann auch nicht anders, als die Wiesbadenerin schon einmal mit tosendem Applaus zu belohnen.

Das Finale des Abends spielte den Frankfurter Instrumentalisten sicher in die Hände und war vielleicht sogar das absolute Highlight der Veranstaltung. Der vierte Teil aus Bachs Weihnachtsoratorium konnte eben alle Beteiligten – mit Ausnahme von Altistin Sandra Stahlheber, die ihr Können nur im Rezitativ von „Frohlocke...“ zeigen durfte – mit einbeziehen und begeisterte die Flörsheimer mit einer Arie für Tenor, die von dem gerade 22-jährigen Fabian Kelly umgesetzt wurde.

 

Das Publikum wollte dann auch nicht genug haben und applaudierte nach dem offiziellen Schluss so vehement und so lange, dass ein sichtlich zufriedener Andreas Großmann sich zu einer Zugabe genötigt sah. Als auch hiernach die Begeisterung nicht enden wollte, gab es eben auch noch eine zweite, bevor die Flörsheimer in eine gekonnt eingeläutete Weihnachtszeit entlassen wurden.

 

 

15.12.2015

Vorweihnachtliches Konzert der Flörsheimer Kantorei in der Galluskirche

Von Nadja Salameh

FLÖRSHEIM - Wieder einmal gelang der Flörsheimer Kantorei unter der Leitung von Andreas Großmann im Rahmen der „Gallus-Konzerte“ ein gelungenes Konzert, dessen vorweihnachtlicher Charakter dem Publikum durch das sich durchziehende Magnificat-Thema rund um „Marias Lobgesang“ einige Perlen der Kirchenmusik vorstellte.

In der sehr gut besuchten Gallus-Kirche konnten die Zuhörer am Samstag und Sonntag einen mit 50 Personen aufgestellten Chor hören, dessen Klangqualität vor allem in der dynamisch-musikalischen Gestaltung überzeugte. Der Text des „Magnificat“, im Lukas-Evangelium zu finden und in der Luther-Bibel mit „Marias Lobgesang“ betitelt, beschreibt Marias Seelenheil rund um Christi Geburt. Es ist das Lied der schwangeren Maria, die ihre Cousine Elisabeth besucht, die – ebenfalls schwanger mit dem späteren Johannes dem Täufer – Maria „als Mutter des Herrn“ begrüßt.

Vivaldis „Magnificat“ zeichnet sich durch seine kunstvolle Anordnung von musikalischen Gegensätzen aus. Hier das Adagio zu Beginn mit breitem Thema, dort ein munteres Allegro mit virtuosen Melodien. Schwungvoll wurde die Kantorei diesen Anforderungen gerecht. Johannes Eccards Motette für fünfstimmigen Chor „Übers Gebirg Maria geht“ gelang trotz des flotten Tempos klangschön und rund. Albert Becker (1834-1899), Professor für Komposition und Lehrer von Jean Sibelius, schuf mit der Weihnachtsmotette „Das Volk, das im Finstern wandelt“ ein festliches Werk, dessen erhabene Wirkung durch die gut hörbaren Stimmeinsätze gelungen interpretiert wurde.

Exzellent intoniert

Unter den Chormotetten fiel besonders „Lux aurumque“ von Eric Whitacre auf. Dessen Motette für achtstimmigen Chor und Sopransolo bestach durch exzellente Intonation und verblüffende Farben, die durch das alles überstrahlende Sopransolo wirkungsvoll glänzten. Marina Herrmann, die Sopranistin des Abends, konnte in halsbrecherischen Koloraturen und mit ansprechendem Sopran vor allem in Händels Solo Kantate „Gloria in B-Dur“ das Publikum überzeugen. Die Kantate, 2001 in London wiederentdeckt und zweifelsfrei Händel zugeordnet, besticht durch ihre klare sechsteilige Struktur und dem für Händel so typischen Mix aus bravourösen Elementen und großer musikalischer Tiefe.

In der aus Bachs Kantate Nr. 62 „Nun komm der Heiden Heiland“ herausgelösten Arie „Bewundert, o Menschen“ zeigte der noch junge Tenor Fabian Kelly seinen schönen Tenor, der mit dem nötigen Verve die anspruchsvollen Passagen darbieten konnte.

Komplex und souverän präsentierte Andreas Großmann am Ende des Konzert Bachs Kantate Nr. 10 „Meine Seele erhebt den Herrn“. Der Chor, federnd und mit gutem Tempo, besaß eine angemessene Aussprache und Textverständlichkeit. Der freudige Charakter des Eingangschores wurde durch das Main Barockorchester Frankfurt unterstützt. Der Bassist Michael Roman bot dem Publikum eine annehmbare Version der Arie „Gewaltige stößt Gott vom Stuhl“.

Zwei Zugaben, „Deo dicamus gratias“ von Homilius und eine Wiederholung von „Übers Gebirg“, rundeten den Abend ab.

 

Gallus-Konzert mit der generalüberholten Dahm-Orgel

Mainspitze 2013 - von Markus Jäger

FLÖRSHEIM - Es war ein ganz besonderes Ereignis, das die Besucher der vorweihnachtlichen Konzerte am Samstag- und Sonntagabend in der nahezu ausverkauften Gallus-Kirche miterleben durften. Denn nach wochenlanger Generalüberholung der über 300 Jahre alten Dahm-Orgel erklang diese nun erstmalig nach ihrer Sanierung wieder in alter Klangstärke und trug mit dazu bei, dass es Abende voll musikalischer Höhepunkte wurden.

Das Konzertprogramm folgte dem diesjährigen Leitthema der „Gallus-Konzerte“ und widmete sich überwiegend der Barockmusik, die in der Flörsheimer Barock-Kirche ihre ganze Schönheit entfalten konnte. Das knapp zweistündige Konzert bewies einmal mehr, weshalb die „Gallus-Konzerte“ weit über die Grenzen Flörsheims hinaus beliebt sind.

Im Zentrum stand die Musik Johann Sebastian Bachs (1685-1750), der gleich mit dem Eröffnungsstück zu seinen Ehren kam. Mit der Choralkantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (BMW 140) gelang der Flörsheimer Kantorei gemeinsam mit dem Main-Barockorchester Frankfurt unter der souveränen Gesamtleitung von Andreas Großmann ein beeindruckender Einstieg in das Konzert, bei dem die drei Gesangssolisten Marina Herrmann (Sopran), André Khamasmie (Tenor) und Michael Roman (Bass) im Verlauf der sieben Sätze ihre hervorragenden Gesangsqualitäten unter Beweis stellten. Gekonnt fügten sich die drei Vokalvirtuosen in den Gesamtklang des sich in bester Spiellaune präsentierenden Orchesters ein und harmonierten auch untereinander bestens. Die Flörsheimer Kantorei überzeugte ihrerseits mit exakten Einsätzen und treffsicherer Intonation.

Der zweite Konzertschwerpunkt, Bachs Choral „Nun komm, der Heiden Heiland“ in diversen Bearbeitungen, wurde von den rund 70 Sängerinnen und Sängern der Kantorei ebenfalls mit traumwandlerischer Sicherheit eindrucksvoll interpretiert. An der Orgel überzeugte Organist Johannes von Erdmann, der das frisch restaurierte Instrument mit hörbarer Freude spielte.

Neben Bachs Werken schienen die drei Motetten „Veni, veni Emanuel“ (Zoltan Kodály), „Rorate caeli desuper“ und „Menschen, die ihr wart verloren“ (beide von Colin Mawby) der Kantorei wie auf den Gesangsleib geschrieben.

Als Publikumsliebling entpuppte sich aber das Lied „In das Warten dieser Welt“ nach der Melodie des englischen Weihnachtsliedes „Hark! The Herald Angels sing“, bei dem nicht nur das Publikum lautstark mitsang, sondern auch einige Musiker des Orchesters inbrünstig die bekannte Melodie intonierten.

Den grandiosen Abschluss bildete Bachs Kantate „Gloria in exelsis Deo“ (BMW 191), die im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten für ein Klangerlebnis der besonderen Art sorgte. Auf Barocktrompeten, die ohne Ventile, dafür mit Intonationslöchern ausgestattet sind, bestachen Martin Parkscheider, Christian Gruber und Martin Flörl durch perfekte Treffsicherheit, während Christian Prader und Leeveke Hinrichs auf Traversflöten weitere historische Klangtupfer setzten.

Mit „O du fröhliche“ schickten die rund 100 Musiker das begeisterte Publikum schließlich nach Hause.

 

Flörsheimer Gallus-Konzert

 

Main Spitze 12. Dezember 2011 von Nadja Salameh

Was wäre eine weihnachtliche Musiksaison ohne das alles überstrahlende Weihnachtsoratorium von Bach? Die Flörsheimer Kantorei unter Diözesankirchenmusikdirektor Andreas Großmann gab eine gelungene Version dieses Meisterwerkes zu Gehör. Stimmlich frisch aufgelegt, mit einem überzeugenden Solistenquartett und einer hervorragend aufspielenden „Capella Accademica Frankfurt” gelang ein weiterer gelungener Konzertabend. 

Die Flörsheimer Kantorei mit exzellenter Aussprache tat ihr Bestes, um für weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Mit ausgeglichenem Chorklang wusste die Kantorei auch in den Piano-Chorälen wie „Ich steh’ an deiner Krippen hier” zu überzeugen und hatte ein strahlendes Forte bei „Brich an, du schönes Morgenlicht”. Hervorzuheben sind die Männerstimmen, die sich stimmgewaltig gegen Sopran und Alt behaupteten und engagiert und klangschön in allen Lagen sangen.Die „Capella Accademica Frankfurt”, ein Orchester, das sich überwiegend aus konzertierenden Dozenten und ihren weit fortgeschrittenen Studierenden des Instituts für historische Aufführungspraxis zusammensetzt, entwickelte einen gesunden und feinen Klang, ohne künstliche ausschweifende barocke Bögen. … 

Großmanns Wahl der Solisten hatte mit dem Tenor Markus Schäfer (Rez. und Arien ) ein Staraufgebot. Schäfer sang routiniert, höhensicher und meisterte seine Partie souverän. Der noch junge Bassist Philipp Brömsel vermochte mit sonorem Bass und großem Material die Kirche mühelos zu füllen. Seine ganze Musikalität wusste er in Begeisterung und Klangschönheit umzusetzen und so geriet „Großer Herr und Starker König” mit guter Textverständlichkeit zu einem Höhepunkt des Abends. Auch Regina Grönegreß (Alt) konnte mit klarer Diktion und schön geführter Linie überzeugen. …Annika Gerhards sang mit guter Textverständlichkeit und gefälligem Sopran.
Der Abend endete in dankbarem Applaus, der mit „Herrscher des Himmels”(Kantate Nr III) als Zugabe belohnt wurde und als das noch nicht genügte, noch einmal den festlichen Eingangschor wiederholte.